Über uns

Frisches Gemüse aus der Region

Die Solawi Lenzwald ist ein Verein mit 150 Erwachsenen und 70 Kindern, der Gemüse anbaut. Das Gemüse wird regional, fair und nachhaltig hergestellt und wöchentlich an vier Abholstellen geliefert: Mühldorf, Altötting, Kraiburg und Polling. Den Gemüseanbau finanzieren GärtnerInnen und MitgärterInnen gemeinsam. Die GärtnerInnen können so ohne finanziellen Druck arbeiten und die MitgärtnerInnen erhalten hochwertige Lebensmittel. Die Solawi Lenzwald arbeitet regenerativ, das heißt, beim Gemüseanbau wird Humus aufgebaut und die Bodenfruchtbarkeit erhöht – ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz.

Unser Ansatz

Bei der Solawi Lenzwald praktizieren wir zwei Ansätze einer enkeltauglichen Landwirtschaft:

1. Regenerative Landwirtschaft: Böden, Gewässer und Landschaften werden regeneriert. Ein Schlüsselelement ist der Humusaufbau. Er erhöht die Fruchtbarkeit des Bodens und wirkt durch CO2-Bindung dem Klimawandel entgegen. Das ermöglicht höhere, stabilere Erträge und gesündere Lebensmittel als bei der konventionellen Landwirtschaft.

2. Solidarische Landwirtschaft: Erzeuger und Verbraucher schließen sich als Verein zusammen und finanzieren gemeinsam den Anbau des Gemüses. Die Verbraucher erhalten hochwertige Lebensmittel und die Gemüsegärtner können ohne finanziellen Druck arbeiten. Dadurch wird eine vielfältige, nachhaltige und faire Landwirtschaft möglich.

Regenerative Landwirtschaft – aus einem gesunden Boden erwachsen gesunde Menschen

Eine revitalisierte Erde wäre in der Lage, so große Mengen an Biomasse hervorzubringen, dass neben ausreichend hochwertigen Lebensmitteln auch kompostierbare Werkstoffe erzeugt werden könnten, die nach Gebrauch einfach in den Kreislauf der Natur zurückgebracht werden und somit wiederum die Lebendigkeit der Erde erhöhen.

Wenn wir die Erde als ganzheitliches Wesen betrachten, dann sind Insekten, Nagetiere, Vögel, Unkräuter, Bakterien und Viren keine Angriffe der Natur, sondern Bestandteil von lebensabbauenden und lebensaufbauenden Prozessen wie sie in jedem lebendigen Organismus vorkommen.

Das Erkennen der nützlichen „Jobs“ von Unkräutern und Schädlingen ermöglicht uns einen völlig anderen Umgang mit diesen. Das „Feedback“ von übermäßigem Auftreten der Ackerkratzdistel mit ihren langen Pfahlwurzeln würde z. B. darauf hinweisen, dass der Boden gelockert werden sollte.

Wir experimentieren mit neuartigen boden- und dadurch mykorrhizaschonenden landwirtschaftlichen Techniken wie z. B. pfluglose und minimale Bodenbearbeitung, Züchtung neuer mehrjähriger Pflanzenarten, Mulchtechniken, Mischkulturen u.v.m.

Ob wir den Schaden, den wir als Mensch den Ökosystemen der Erde angetan haben und immer noch in großem Maße antun, wieder reparieren können, sei dahingestellt. Aber selbst wenn wir es nicht können, werden wir es zumindest mit allem, was uns möglich ist, versuchen. Jeder Schritt zur Gesundung hilft.

Die meisten großen Zivilisationen sind untergegangen, weil sie die Ökosysteme der Erde aus dem Gleichgewicht gebracht und nicht auf den Mutterboden geachtet haben. Heute gibt es nur noch wenig landwirtschaftliche Bodenflächen, die nicht konventionell mit Maschinen bearbeitet und dabei immer ärmer an Nährstoffen werden.

Beispiele regenerativer Landwirtschaft auf der ganzen Welt gibt es hier.

Die Erde ist ein Team – Kurzfilm mit Tassilo Willaredt
Unkräuter!? – Kurzfilm mit Tassilo Willaredt

Solidarische Landwirtschaft – Verantwortung und Ernte teilen

Was ist Solidarische Landwirtschaft?

Solidarisch heißt, dass der gesamte Wirtschaftsprozess auf der Basis gegenseitigen Vertrauens und der Bedürfnisse aller Beteiligten gemeinsam gestaltet wird: Eine Gruppe von VerbraucherInnen bildet mit einem oder mehreren LandwirtInnen eine Wirtschaftsgemeinschaft, finanziert die gesamten Jahreskosten der Lebensmittelproduktion und teilt sich die Verantwortung – und die Ernte! Die Lebensmittel verlieren dadurch ihren Preis und erhalten ihren Wert zurück – etwas völlig Neues ist dann möglich!

Du als VerbraucherIn

  • Erhältst hochwertige Lebensmittel aus lokaler, saisonaler, transparenter und fairer Produktion
  • Kennst „deine“ Gärtner persönlich
  • Kannst mit anderen gemeinsam Verantwortung für das Gemeingut Landwirtschaft übernehmen

Wir als Gärtner

  • Können mit einem sicheren Budget planen und erhalten ein Einkommen, das unseren Bedürfnissen entspricht
  • Wissen genau, für wen wir produzieren
  • Können uns auf unsere wichtigste Aufgabe konzentrieren: den nachhaltigen Anbau und die Pflege der Natur

Solidarische Landwirtschaft (Solawi) ist eine Bewegung, nach deren Prinzipien ca. 200 Höfe in Deutschland wirtschaften. Wir sind Mitglied im bundesweiten Netzwerk Solidarische Landwirtschaft.

Wie funktioniert Solidarische Landwirtschaft?

Im Video ist das Prinzip kurz erklärt:

Unsere Werte

Wir sind eine weltoffene Gemeinschaft. Wir stehen ein für EINE Welt – bei uns ist kein Platz für Rassismus oder Diskriminierung jeglicher Art! Wir heißen in unseren Reihen jede*n herzlich Willkommen, der*die innerhalb und außerhalb der Solawi unseren Werten folgt, denn nur auf Basis von gemeinsamen Werten kann unsere Gemeinschaft funktionieren.

Die Solawi Lenzwald ist parteiunabhängig. Wir stehen für Weltoffenheit, gegenseitige Solidarität und Religionsunabhängigkeit. Wir sind antirassistisch und feministisch und wollen uns klar abgrenzen gegenüber jeglicher Art von Sexismus, Faschismus und von Diskriminierung aufgrund von Sexualität, Herkunft und Religion. Für rechtsextremistische und homophobe Ideen, Tendenzen und Gedanken ist kein Platz in unserer Gemeinschaft, denn unsere Solawi soll ein Ort für ALLE Menschen sein und kein Ort für jegliche Form von ausgrenzender Gesinnung.

Wir freuen uns auf ein respektvolles und offenes Miteinander und auf ein baldiges persönliches Treffen mit Euch!

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